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Die Aufbaugilde ist Mitglied
im Diakonischen Werk Württemberg

 

Rein in die Kilianskirche, raus aus der Schuldenfalle

Schulden anhäufen geht ganz flott. Hier ein Kauf auf Kredit, dort ein lang laufender Vertrag, auch Scheidungen, Krankheit und Arbeitslosigkeit sind Auslöser, und schon übersteigen monatliche Ausgaben die Einnahmen.

In Deutschland gelten fast sieben Millionen Menschen als überschuldet, im Stadt- und Landkreis Heilbronn waren es Ende 2017 über 40.000 Haushalte.

Pfarrer i.R. Gerhard Kuppler sagte zum Tag der Diakonie in seiner Predigt, dass nirgendwo so viel Unwahrscheinliches für wahr gehalten wird, wie im liberalen Wirtschaftssystem und im Geldwesen. Schulden sind deshalb schnell gemacht. Sie wieder loszuwerden dauert allerdings viel länger. Wie dies klappen kann skizzierten Hannes Finkbeiner, Geschäftsführer der Aufbaugilde und Holger Fuhrmann, Leiter des Bildungsparks, am Sonntag in der Heilbronner Kilianskirche. Seit Jahren unterstützt bereits die Heilbronner Stimme arbeitslose Menschen mit einem Fonds, und nun gibt es auch Unterstützung durch die Landeskirche und das Diakonische Werk Württemberg. Beide stellen der Schuldnerberatung der Aufbaugilde je 5.000 Euro für den Fonds „neue Chance“ zur Verfügung. Angereichert mit weiteren Spenden werden betroffene Menschen dabei unterstützt, ihrer persönlichen Schuldenfalle mit zinslosen Darlehen zu entkommen. Dabei geht's vor allem auch um die kleinsten Mitbürger, denn die Überschuldung von Eltern ist eine wesentliche Ursache für Kinderarmut.

Sarka K., beispielsweise, ist 28 Jahre alt und aktuell im 8. Monat schwanger. Nach einer Ausbildung zur Restaurantfachfrau übernahm sie 2015 ein eigenes Lokal und hatte schnell ein ausreichendes Einkommen. Im Februar 2016 verletzte ein angetrunkener Gast Frau K. aber so schwer, dass sie nicht nicht mehr arbeiten kann. Durch die Straftat und deren Folgen fiel sie bald in einen Hartz IV-Status und konnte ihren Verbindlichkeiten nicht mehr nachkommen. Im Mai kam sie in die Schuldnerberatung der Aufbaugilde. Mit drei Gläubigern wurde bereits eine außergerichtliche Lösung gefunden, zwei sind noch offen. Für eine vollständige Entschuldung benötigt Frau K. noch Unterstützung, um einen finanziellen Neuanfang für sich und ihr bald geborenes Kind zu starten.

Vielen Besuchern der Kilianskirche wurde am Sonntag klar, dass der Weg in die Schuldenfalle kurz ist. Mit der richtigen Unterstützung kommen Menschen aus der Schuldenfalle aber auch wieder raus.

Die sehr lesenswerte Predigt vom vergangenen Sonntag können Sie hier nachlesen.

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