Foto: Matthias Treiber

Pfarrer Treibers Sonntagsgedanken zur Predigt am Sonntag, den 1. März 2020

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Dass wir nicht im Paradies leben, erfahren wir tagtäglich, nur manchmal, wenn wir glücklich oder verliebt sind, vergessen wir es.


Aber leben wir deswegen in der Hölle? Gewiss auch nicht. Finster kommt uns das Leben dann vor, wenn wir merken, dass es uns feind ist, genauer gesagt, dass andere uns feind sind. Oft genügt schon der Verdacht, dass der andere es böse meint, und die Dunkelheit frisst sich tief in uns hinein.


Kennen Sie den Film "Verdacht" von Alfred Hitchock? Der eigentlich süße Cary Grant bringt dort in einer unheimlich ausgeleuchteten Szene seiner kranken Frau ein Glas Milch. Und Sie hat den Verdacht, es sei vergiftet und ihr Mann ein Betrüger und Mörder.Die Hölle sind eben zunächst nicht die anderen, wie Jean Paul Sartre behauptete, sondern erst mal unsere Ängste.

Und Ängste sind oft bedrohlicher als das, was tatsächlich droht. Dagegen hilft nur die Einsicht, dass wir lernen müssen mit Brüchen und Unklarheiten und Zweideutigkeiten zu leben. Vertrauen ist gut, und nichts ist besser, als Gott zu vertrauen, der uns in unserem ängstlichen Leben die Hand reicht.  

Predigttext am Sonntag, 1. März 2020, ist 1.Mose 3, 1-19.


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