Eingabehilfen öffnen

STARK FÜR SOZIAL BENACHTEILIGTE

SICHERN · FÖRDERN · ZUKUNFT

STARK FÜR SOZIAL BENACHTEILIGTE

SICHERN · FÖRDERN · ZUKUNFT
Foto: Pixabay

Schuldner- und Insolvenzberatung

  • Anzahl der Spalten: 2
  • ID der Kontakt-Kategorie: 149
  • Unterseiten Modul: 0
  • Modulposition 1: foerderer

 

Unsere Schuldnerberatung

Seit 1983 unterstützt die Schuldnerberatungsstelle der Aufbaugilde kostenlos Menschen in Heilbronn beim Thema Schulden, seit 1999 zusätzlich auch in der Insolvenzberatung (Zulassung beim Amtsgericht Heilbronn nach § 305 InsO).

Seit 2022 bietet die Aufbaugilde in einer Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) die Durchführung einer spezialisierten Schuldnerberatung für Bürger*innen der Stadt Heilbronn an, die aufgrund von multiplen Schwierigkeiten von den sonstigen Angeboten nicht oder nur unzureichend erfasst werden. Im Auftrag der Stadt Heilbronn konzentriert sich die gemeinsame Schuldnerberatung schwerpunktmäßig auf die Aufgabenwahrnehmung gemäß SGB II, III und SGB XII, um den Menschen in Heilbronn Hilfestellungen zu leisten, die durch Überschuldung in Not geraten oder bereits zahlungsunfähig sind.

Bei der Überschuldungsquote liegt Heilbronn in Baden-Württemberg auf Rang 3. Die Gesamtzahl von Heilbronner Bürger*innen in Beratung hat sich seit 2019 trägerübergreifend mehr als verdreifacht. Durchschnittlich hat eine zu beratende Person mittlerweile 13 Gläubiger. 

 

Wer kann unsere Beratung nutzen?

Wir beraten Menschen, die:

  • in der Stadt Heilbronn wohnen und dort gemeldet sind
  • Sozialleistungen bekommen (z. B. Bürgergeld, Arbeitslosengeld I, Wohngeld, Sozialhilfe, Grundsicherung)
  • nicht selbständig sind oder waren
  • kein Haus oder keine Wohnung besitzen

Wir sind NICHT zuständig, wenn:

  • Sie nicht in Heilbronn wohnen
    → Bitte wenden Sie sich an die Schuldnerberatungsstelle des Landkreises Heilbronn, Rosenbergstraße 59, 74074 Heilbronn,
    Tel. 07131 3951-414,
    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
  • Sie selbständig sind
  • Sie Immobilien besitzen

Was müssen Sie mitbringen?

Berechtigungsschein
Ohne Berechtigungsschein ist keine Beratung möglich.

Ausstellung durch:

Amt für Familie, Jugend und Senioren
Wilhelmstr. 23
74072 Heilbronn

Wer bekommt einen Berechtigungsschein?

Zum Beispiel bei Bezug von:

  • Wohngeld
  • Hilfe zum Lebensunterhalt
  • Grundsicherung im Alter
  • Grundsicherung bei Erwerbsminderung

So gehen Sie vor:

  1. Berechtigungsschein beim Amt holen
  2. Danach bei uns melden per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
 
Verschuldung vorbeugen
 
Finanzielle Sorgen können jede und jeden treffen. Umso wichtiger ist es, die eigenen Einnahmen und Ausgaben regelmäßig im Blick zu behalten und bei ersten Schwierigkeiten frühzeitig zu handeln. Denn Verschuldung entsteht häufig schrittweise – und lässt sich oft verhindern, wenn rechtzeitig gegengesteuert wird. Mit den folgenden Tipps möchten wir Ihnen Anregungen geben, wie Sie Ihre Finanzen besser planen und finanzielle Risiken reduzieren können.
 

1. Überblick schaffen

  • Alle Einnahmen und festen Ausgaben monatlich gegenüberstellen.
  • Unregelmäßige Kosten wie Versicherungen, Nachzahlungen, Reparaturen oder jährliche Beiträge auf den Monat umrechnen.
  • Mindestens einen Monat lang ein Haushaltsbuch oder eine Budget-App nutzen, um Ausgabemuster sichtbar zu machen.

2. Budget bewusst planen

  • Einkaufsliste erstellen, um unnötige Käufe zu vermeiden.
  • Ausgaben priorisieren: notwendig, wichtig, aufschiebbar oder verzichtbar.
  • Vor größeren Anschaffungen eine Wartezeit einbauen und prüfen, ob die Ausgabe wirklich tragbar ist.
  • Fixkosten regelmäßig prüfen: Miete, Energie, Versicherungen, Handy, Abos und Mitgliedschaften.

3. Rücklagen aufbauen

  • Eine Notfallreserve für unerwartete Kosten wie Reparaturen, Krankheit, Energieabrechnungen oder Nachzahlungen aufbauen.
  • Jeden Monat einen festen Betrag direkt nach Geldeingang zur Seite legen.
  • Rücklagen getrennt vom Alltagskonto aufbewahren, zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto.

4. Schuldenfallen vermeiden

  • Fixkosten regelmäßig prüfen: Miete, Energie, Versicherungen, Handy, Abos und Mitgliedschaften.
  • „Buy now, pay later“-Angebote nur bewusst, kurzfristig und mit klarer Rückzahlungsplanung nutzen.
  • Keine neuen Kredite oder Privatdarlehen aufnehmen, um alte Verpflichtungen zu bezahlen.
  • Ratenzahlungen nur eingehen, wenn sie dauerhaft ins Monatsbudget passen.
  • Hohe Zinsen zuerst tilgen.
  • Verträge, Abos und Finanzierungen regelmäßig prüfen und kündigen, was nicht mehr benötigt wird.

5. Warnsignale ernst nehmen

  • Das Konto ist regelmäßig im Minus.
  • Rechnungen werden aufgeschoben oder nur teilweise bezahlt.
  • Mahnungen, Inkassoschreiben oder Rücklastschriften häufen sich.
  • Der Überblick über offene Zahlungen geht verloren.
  • Geldsorgen führen zu Stress, Vermeidung oder Konflikten im Alltag.

6. Früh handeln und Hilfe nutzen


Verschuldung wird am besten verhindert, wenn Einnahmen, Ausgaben und Verpflichtungen transparent sind und wenn bei ersten Warnzeichen sofort gehandelt wird.

 
 
Informationen und Downloads